Der Konzern war 2016, wie in den Vorjahren, zu 99,9 Prozent seiner Bilanzsumme durch die ILB geprägt. Mit einer Konzernbilanzsumme in Höhe von 13.332,3 Millionen Euro wurde 2016 erneut ein gutes Resultat erzielt.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Bank ist zufriedenstellend und stabil.

Der Jahresüberschuss der ILB betrug im Jahr 2016 11,6 Millionen Euro (Vorjahr: 11,5 Millionen Euro) und belief sich im Konzern auf 11,3 Millionen Euro (Vorjahr: 13,0 Millionen Euro).

Die Ertragslage des Konzerns wird wesentlich durch die Ergebnisse der ILB geprägt.

Maßgröße für den finanziellen Erfolg der ILB stellt das Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung dar. Mit einem Betrag in Höhe von 44,8 Millionen Euro erzielte die ILB in 2016 ein gutes Ergebnis vor Risikovorsorge und Reservebildung, das über dem Vorjahresniveau (42,8 Millionen Euro) lag.

Der Zinsüberschuss lag mit 58,2 Millionen Euro (Vorjahr: 58,6 Millionen Euro) auf dem Niveau des Vorjahres. Positiv entwickelten sich dabei die Erträge aus dem zinstragenden Fördergeschäft, insbesondere im Förderbereich Wohnungsbau. Erwartungsgemäß leicht rückläufig entwickelte sich das restliche Zinsergebnis. Die ILB sieht sich, wie auch die gesamte Finanzwirtschaft, aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen infolge der Finanzmarktkrise vor besondere Herausforderungen gestellt. Direkte Auswirkungen sind insbesondere auf die Aktivitäten der Bank im Treasury zu beobachten. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die durch das weiter andauernde Kaufprogramm der EZB gesunkenen Risikoprämien erzeugen Druck auf das Zinsergebnis, was zu einem weiteren Rückgang der Eigenkapitalverzinsung führt.

Der Provisionsüberschuss in Höhe von 45,6 Millionen Euro (Vorjahr: 40,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus Entgelten für die Geschäftsbesorgung von Förderprogrammen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die Übernahme der Arbeitsförderung von der LASA GmbH und den sukzessiven Aufbau des Geschäftsfeldes zurückzuführen.

Der Personalaufwand der ILB in 2016 betrug 38,6 Millionen Euro (Vorjahr: 36,9 Millionen Euro).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Millionen Euro auf 23,1 Millionen Euro erhöht.

Die Sachaufwendungen beliefen sich auf 20,7 Millionen Euro und lagen damit nur leicht über dem Niveau des Vorjahreswertes von 20,5 Millionen Euro.

Die Risikolage des Konzerns wird wesentlich durch die ILB geprägt. Für die erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurden, unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten, Einzelwertberichtigungen gebildet. Sie haben ein stabiles und niedriges Niveau und spiegeln die konservative Risikokultur der ILB wider. Der Entwicklung des latenten Kreditrisikos wurde durch entsprechende Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der ILB-Förderfonds wurde 2016 mit 5 Millionen Euro dotiert. Somit sind seit 2006 dem ILB-Förderfonds 85,0 Millionen Euro aus erwirtschafteten Erträgen für Förderleistungen im Rahmen der ILB-Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“ zugeführt worden.

Aus dem laufenden Jahresergebnis erfolgte eine weitere ungebundene Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 26,0 Millionen Euro (Vorjahr: 29,0 Millionen Euro).

Die den Konzern mit 99,9 Prozent prägende Bilanzsumme der ILB verminderte sich im Geschäftsjahr 2016 um 344,3 Millionen Euro auf 13.318,2 Millionen Euro (Vorjahr: 13.662,5 Millionen Euro).

Das Geschäftsvolumen der ILB, in dem zusätzlich zum bilanziellen Bestandsgeschäft, die Eventualverbindlichkeiten, die Verwaltungskredite sowie die Verwaltungsbürgschaften enthalten sind, betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2016 13.545,8 Millionen Euro (Vorjahr: 13.922,3 Millionen Euro). Das Geschäftsvolumen des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 13.559,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13.938,1 Millionen Euro).

Die Forderungen der ILB an Kreditinstitute sind um 4,2 Prozent auf 2.217,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2.315,1 Millionen Euro) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Tilgungen von 138,0 Millionen Euro bei Globaldarlehen im Hausbankengeschäft zurückzuführen. Demgegenüber wurde die Kreditvergabe über inländische Schuldscheindarlehen um 30,0 Millionen Euro erhöht.

Auch die Kundenforderungen der ILB sind um 215,2 Millionen Euro auf 5.009,2 Millionen Euro (Vorjahr: 5.224,4 Millionen Euro) zurückgegangen. Maßgeblich hierfür waren rund 415,0 Millionen Euro Tilgungen im Kreditgeschäft durch das Land Brandenburg. Demgegenüber wuchs das Kreditgeschäft durch die Vergabe von Schuldscheindarlehen und Namenspapieren um ca. 200,0 Millionen Euro. Die Treuhandkredite sind aufgrund plan- und außerplanmäßiger Tilgungen um 122,3 Millionen Euro auf 2.600,7 Millionen Euro gesunken.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren der ILB in Höhe von 3.075,2 Millionen Euro lag zum 31. Dezember 2016 um 20,0 Millionen Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere beinhalten ausschließlich die Anteile für den im Jahr 2014 bei der Union Investment Institutional GmbH aufgelegten Spezialfonds, der als Mischfonds in Europäische Unternehmensanleihen investiert und im Berichtsjahr um 20,0 Millionen Euro aufgestockt wurde.

Auch die Finanzlage des Konzerns wird nahezu ausschließlich durch die ILB bestimmt.

Die kurzfristige Mittelaufnahme im Geschäftsjahr 2016 erfolgte schwerpunktmäßig über Wertpapierpensionsgeschäfte und Tages- und Termingeldgeschäfte mit überwiegend inländischen Kreditinstituten. Darüber hinaus wurden auch Mittel durch Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank aufgenommen.

Langfristige Refinanzierungen erfolgten in erster Linie durch Schuldscheindarlehensaufnahmen bei inländischen Kreditinstituten und Globaldarlehen von der Europäischen Investitionsbank (EIB), der KfW Bankengruppe, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Council of Europe Development Bank sowie durch Platzierung von Schuldscheinen bei inländischen Versicherungen.

Die Liquidität des Konzerns, die im Wesentlichen durch die ILB bestimmt wird, war jederzeit gesichert. Die Bank verfügte zum Jahresende 2016 über 241,7 Millionen Euro offene, noch nicht abgerufene Kreditzusagen anderer Förderbanken.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB wurde auf 332,2 Millionen Euro aufgestockt. Davon entfielen 288,0 Millionen Euro auf Fondsmittel, die dem haftenden harten Kernkapital zugerechnet werden.

Das Eigenkapital der ILB inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug zum 31. Dezember 2016 549,0 Millionen Euro (Vorjahr: 509,8 Millionen Euro). Das Konzerneigenkapital belief sich auf 553,5 Millionen Euro (Vorjahr: 514,6 Millionen Euro). Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Gewinnrücklagen.

Aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 20. Mai 2016 zur Verwendung des Gewinns aus dem Geschäftsjahr 2015 wurden 6,0 Millionen Euro Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt. Ferner wurden der Gewinnrücklage 5,0 Millionen Euro und dem Gewinnvortrag 0,1 Millionen Euro zugewiesen.