Schwerpunkte der Personalarbeit

Die Personalarbeit konzentrierte sich 2016 auf folgende Themenschwerpunkte:

  • Integration der unbefristeten Mitarbeiter der LASA – Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH i. L.
  • Nachhaltige Steuerung der Personalkapazitäten
  • Mitarbeiterbefragung
  • Führungs- und Unternehmenskultur

Integration der unbefristeten Mitarbeiter der LASA – Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg GmbH i. L.

Mit Start der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 wechselte die Zuständigkeit für die Bearbeitung von Förderungen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) von der LASA zur ILB. Der im Zuge dessen entstandene Personalbedarf für den neuen Förderbereich Arbeit konnte überwiegend durch die Integration der unbefristet beschäftigten Mitarbeiter der LASA gedeckt werden.

Die Integrationsaktivitäten wurden im Rahmen eines Personalprojektes in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der LASA vorbereitet und umgesetzt. Zum 1. Juli 2016 konnten 53 Beschäftigte der LASA ihre Tätigkeit in verschiedenen Aufgabenbereichen in der ILB aufnehmen. Diese Mitarbeiter gestalten durch ihr Know-how und ihr Engagement insbesondere den neu geschaffenen Förderbereich Arbeit entscheidend mit.

Nachhaltige Steuerung der Personalkapazitäten

Entwicklung des Personalbestands
Das Jahr 2016 war geprägt von vielfältigen Personalveränderungen aufgrund ausgeweiteter Aufgabenstellungen im Rahmen der Geschäftsbesorgung, aufsichtsrechtlicher und neuer IT-technischer Anforderungen. Die von den Mitarbeitern hierbei bewiesene Flexibilität führte zu vielfältigen Bewegungen im internen Stellenmarkt. Die Besetzung und Nachbesetzung einer Vielzahl von Stellen war für das Personalmanagement eine große Herausforderung. Durch die konstruktive Zusammenarbeit von Führungskräften, Personal und Personalrat gelang es, fast alle Stellen zeitnah zu besetzen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 124 Einstellungen (inkl. Integration der Mitarbeiter der LASA) vorgenommen. Strukturierten Einarbeitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen begleiteten die Einstellungs- und Umsetzungsmaßnahmen von Mitarbeitern zur Gewährleistung einer schnellen und eigenverantwortlichen Aufgabenübernahme.

Konzept zur nachhaltigen Steuerung der Personalkapazitäten
Die weitere Entwicklung der Geschäftstätigkeit der ILB wird von vielfältigen externen Rahmenbedingungen beeinflusst. Als Geschäftsbesorger des Landes Brandenburg bearbeitet die Bank Förderprogramme, die aus EU-Strukturfonds finanziert werden. Die hier zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind in der aktuellen Förderperiode reduziert und werden perspektivisch noch deutlicher absinken. Andererseits hat sich die Komplexität bei der Umsetzung der EU-Strukturfonds mit der aktuellen Förderperiode weiter erhöht. Dies bezieht sich sowohl auf die konkrete Förderantragsbearbeitung als auch auf die Umsetzung aller damit verbundenen Dienstleistungen.

Darüber hinaus wachsen die regulatorischen Anforderungen, die sich auf das Aufgabenportfolio der Bank erheblich auswirken werden. Durch vielfältige technische Weiterentwicklungen verändern sich außerdem die Rahmenbedingungen der Arbeit für die Beschäftigten kontinuierlich. Die hiermit verbundenen Herausforderungen sollen durch eine nachhaltige Steuerung der notwendigen Personalkapazität unterstützt werden.

ILB-Mitarbeiter in einer Besprechnung

Unter Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren wie Demografie, Arbeitswelt, Wissensmanagement und Führungskultur wurde im Jahr 2016 vom Referat Personal ein Konzept zur „Nachhaltigen Steuerung der qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung der Personalkapazitäten“ erstellt. Bewährte personalwirtschaftliche Instrumentarien sollen qualitativ ausgebaut und noch stärker miteinander verzahnt werden. Das Thema der längerfristigen Planung gewinnt eine hohe Bedeutung.

Mitarbeiterbefragung

Ende des Jahres 2015 ist eine umfassende Mitarbeiterbefragung mit dem Ziel der Analyse psychischer Belastungen und Beanspruchungen durchgeführt worden. Betrachtet wurden inhaltliche und organisatorische Aspekte der Arbeitsgestaltung, Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten der Beschäftigten auf ihre Arbeit, die sozialen Beziehungen im Team, das Erleben der Führungs- und Unternehmenskultur sowie das individuelle Gesundheitserleben. Die Ergebnisse lagen Anfang 2016 vor. Dementsprechend bestand ein Schwerpunkt der Personalarbeit des Jahres 2016 in der Präsentation und Diskussion der Ergebnisse mit unseren Mitarbeitern sowie in der Ableitung geeigneter Veränderungsmaßnahmen.

Das Gesamtergebnis der Befragung zeigt eine gut gestaltete psychische Belastungs- und Beanspruchungssituation in der ILB. Arbeitsmenge und -inhalt werden unterschiedlich empfunden; die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelingt gut. Entwicklungsmöglichkeiten wurden vor allem im Hinblick auf Art und Umfang der Mitarbeiterbeteiligung sowie die Führungs- und Unternehmenskultur in der ILB identifiziert. Mit der Mitarbeiterbefragung hat die ILB ein starkes Instrument der Mitarbeiterbeteiligung genutzt, das regelmäßig eingesetzt werden soll.

Führungs- und Unternehmenskultur

Wie alle Arbeitgeber ist die ILB von den Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen mittelbar und unmittelbar betroffen. Die Schaffung von Bedingungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance oder der Umgang mit der demografischen Entwicklung erfordert eine laufende Überprüfung der vorhandenen Prozesse.

Sinnvoll ist zudem eine grundlegende Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur, um auch zukünftigen und unerwarteten Anforderungen gut begegnen zu können.

Die ILB hat im Jahr 2016 einen Prozess zur Weiterentwicklung ihrer Führungs- und Unternehmenskultur begonnen, der auf mehrere Jahre angelegt ist. Ziel ist es, das eigenverantwortliche Handeln aller Beschäftigten zu fördern und zu fordern.

Personalkennzahlen

Tabelle: Personalkennzahlen. Entwicklung der Personalkapazität 2015 – 2016

Dank an alle Beschäftigten und an die Personalvertretung

Das vergangene Jahr war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Die Programme der EU-Förderperiode 2014-2020 wurden an den Start gebracht. Damit waren viele zusätzliche Aufgaben verbunden, die gemeinsam erfolgreich bewältigt wurden.

Insbesondere die Einführung der eAkte erforderte von den Beschäftigten, gewohnte Arbeitsabläufe hinter sich zu lassen. Darüber hinaus galt es, zahlreiche weitere Projekte und aufsichtsrechtliche Regelungen umzusetzen.

Der Vorstand dankt allen Beschäftigten für das Vertrauen und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2016 sowie ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Der Personalvertretung dankt der Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.