Die ILB fördert Projekte von Kommunen, kommunalen Zweckverbänden und kommunalen Unternehmen sowie von sozialen, wissenschaftlichen, schulischen und kulturellen Einrichtungen. Auftraggeber sind die Ministerien für Infrastruktur und Landesplanung, für Wirtschaft und Energie, für Bildung, Jugend und Sport sowie für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Ergänzend zu den Förderrichtlinien bietet die Bank eigene Produkte an.

Leitend für die inhaltliche Ausrichtung des Förderfeldes Infrastruktur sind die Prioritätenachsen, d. h. die thematischen Schwerpunkte des EFRE, des EPLR des ELER und weiterer Bundes- und Landesprogramme im Bereich der Infrastruktur.

Für die erfolgreiche Weiterentwicklung Brandenburgs spielt die Attraktivität moderner Infrastrukturen eine entscheidende Rolle. Zielstellung ist dabei die integrierte Entwicklung von städtischen und ländlichen Räumen.

Die ILB fördert daher gezielt den Ausbau moderner und wettbewerbsfähiger Infrastrukturen von der Entwicklung innovativer und hochtechnisierter Gewerbegebiete über den Hochschulbau und die Forschungsinfrastruktur bis hin zum landesweiten Ausbau ultra­schneller Breitbandverbindungen im Land Brandenburg.

Förderschwerpunkt ist die Finanzierung der öffentlichen und sozialen Infrastruktur. Mit ihren Programmen unterstützt die ILB den Bau von Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen sowie Krankenhäusern und trägt damit zur Schaffung attraktiver Lebensbedingungen in Brandenburg bei.

Ein Fokus des Fördergeschäfts liegt zudem unter anderem im Bereich der Kommunalfinanzierung mit neuen Schwerpunkten wie „Moderne Schule“, der Kreditvergabe an das Land Brandenburg zur Finanzierung von Fördermaßnahmen sowie einem kommunalen Infrastrukturprogramm.

Ergebnisse der Förderung im Jahr 2016

Im Förderfeld Infrastruktur sagte die ILB im Jahr 2016 insgesamt 1,23 Milliarden Euro zu. Die Anzahl der geförderten Vorhaben erhöhte sich dabei um 19 Prozent auf 464. Im Rahmen der Geschäftsbesorgung konnte die Bank das Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent auf 210,4 Millionen Euro steigern. Auch die Nachfrage nach ILB-Produkten im Förderfeld Infrastruktur hat sich weiter verstärkt. Hier bewilligte die Bank 1,02 Milliarden Euro.

Bei den Programmen zur Infrastrukturförderung konnte die ILB ein Fördervolumen von 1,05 Milliarden Euro bewilligen, davon 59,9 Millionen Euro im Auftrag des Landes. Volumenstärkstes Programm im Rahmen der Geschäftsbesorgung war die Richtlinie „Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ – GRW – Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur“. Hier konnte die Bank das Fördervolumen um 74 Prozent auf 36,0 Millionen Euro steigern. Mit den Fördermitteln wurden fast doppelt so viele Vorhaben unterstützt wie im Vorjahr. Das damit ermöglichte Investi­tionsvolumen erhöht sich um 128 Prozent auf 52,2 Millionen Euro.

Aus dem Programm „INTERREG V A Brandenburg-Polen Lubuskie“ bewilligte die ILB im Rahmen der Europäischen territorialen Zusammenarbeit 9,3 Millionen Euro.

Bei den ILB-Produkten erreichte das Zusagevolumen mit 985,9 Millionen Euro mehr als das Vierfache gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg lässt sich insbesondere auf die Gewährung einer Infrastrukturfinanzierung im Rahmen eines Konsortiums in Höhe von 570,9 Millionen Euro für den Hauptstadtflughafen zurückführen. Neben diesem Sondereffekt hat unter anderem das Programm „Kommunalfinanzierung“ mit einer erneut starken Nachfrage zu dem guten Ergebnis beigetragen. Hier konnte die Bank 218,0 Millionen Euro und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahr zusagen. Dies zeigt, dass sich die ILB-Produkte zu einem wirkungsvollen Instru­ment zur Finanzierung moderner Infrastrukturen in Brandenburg entwickelt haben.

Grafik: Förderfeld Infrastruktur. Entwicklung des Zusagevolumens 2003 – 2016

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus Krisengebieten hatte die ILB frühzeitig Verantwortung übernommen und bereits im Jahr 2015 den „Brandenburg-Kredit Flüchtlingseinrichtungen“ aufgelegt. Im Jahr 2016 stellte die Bank hierfür 4,0 Millionen Euro bereit.

In der Umweltförderung erhöhte sich das Fördervolumen im Auftrag des Landes von 12,3 Millionen Euro in 2015 auf 108,9 Millionen Euro in 2016. Damit verbunden ist ein Anstieg der Investitionen von 24,2 Millionen Euro auf 134,8 Millionen Euro. Den größten Anteil an dieser deutlichen Steigerung haben die ELER-Programme „Hochwasserschutz“ mit einem Zusagevolumen von 70,1 Millionen Euro sowie „Natürliches Erbe und Umweltbewusstsein“ mit 25,6 Millionen Euro.

Zur Förderung von Bildung, Jugend und Sport bewilligte die ILB im Rahmen der Geschäftsbesorgung über die Richtlinie „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 13,2 Millionen Euro, die zu Investitionen in Höhe von 50,1 Millionen Euro für 55 Vorhaben führen.

Mit den ILB-Produkten zur Förderung des Bereiches Soziales und Gesundheit unterstützte die ILB den Ausbau einer modernen sozialen Infrastruktur im Jahr 2016 mit insgesamt 25,7 Millionen Euro. Mit den damit ermöglichten Investitionen in Höhe von 36,2 Millionen Euro werden sich die Angebote zur Pflege in Brandenburg verbessern.

Über den „Brandenburg-Kredit Pflege“ stellte die ILB 3,4 Millionen Euro zur Verfügung und leistet damit einen Beitrag zur Bewältigung der Herausforde­rungen, vor denen Brandenburg angesichts des demografischen Wandels und der höheren Anforderungen im Pflegebereich steht.

Zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Kultur konnte die ILB im Auftrag des Landes im Startjahr 2016 insgesamt 28,4 Millionen Euro für 99 Vorhaben und einem Investi­tionsvolumen in Höhe von 35,8 Millionen Euro zusagen.

Das Durchleitungsgeschäft von KfW-Krediten für die Sparkassen in Brandenburg zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten verzeichnete im Jahr 2016 eine verstärkte Nachfrage: Hier konnte die ILB 5,7 Millionen Euro und damit 71 Prozent mehr als im Vorjahr zusagen.