Die ILB fördert öffentliche und private Investitionsvorhaben in Brandenburg in den Förderfeldern Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau. Die Bank bietet ihren Kunden Zuschüsse, Zinszuschüsse, Darlehen, Haftungsfreistellungen, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital an.

Als Bank des Landes Brandenburg ist die ILB Partner der Landesregierung. Die ILB versteht sich als Dienstleister für die Landesregierung und für Investoren, als Mittler zwischen Wirtschaft und Verwaltung, als Geldgeber für öffentliche und private Vorhaben sowie als Ideenlieferant und Problemlöser. Daraus leitet sich das Geschäftsmodell der Bank, basierend auf den Säulen der Geschäftsbesorgung und dem An­gebot von ILB-Eigenprodukten, ab.

Die finanziellen Mittel für die Geschäftsbesorgung kommen vorrangig aus den Haushalten der Europäischen Union (EU) und des Landes Brandenburg. Als zwischengeschaltete Stelle bewilligt die ILB im Land Brandenburg die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einschließlich der INTERREG-Programme, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER).

Die ILB ergänzt die Förderprogramme des Landes durch eigene zinsgünstige Kreditprogramme mit einem Fördermehrwert aus Erträgen der Bank. Um den Kunden ein optimales Förderan­gebot zur Verfügung zu stellen, können richtliniengebundene und ILB-eigene Förderprogramme kombiniert werden.

Das Fördergeschäft aus Geschäftsbesorgung und Eigenprodukten führte im Jahr 2016 zu einem herausragenden Ergebnis. Die ILB konnte mehr als 5.000 Zusagen erteilen und das Zusagevolumen um 37 Prozent auf insgesamt 1,99 Milliarden Euro steigern.

Im Rahmen der Geschäftsbesorgung erhöhte sich das Fördervolumen um 14 Prozent auf 537,3 Millionen Euro. Dieses positive Ergebnis konnte erreicht werden, obwohl ein Teil der neuen Richtlinien erst im Laufe des Jahres 2016 in Kraft trat.

Das Zusagevolumen der ILB-Produkte konnte gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro gesteigert und auch hier ein neuer Höchstwert erreicht werden. Der Anteil der ILB-Produkte am Gesamtzusagevolumen erhöhte sich damit auf 73 Prozent.

Grafik: Entwicklung des Zusagevolumens 2003 – 2016

Dazu beigetragen hat unter anderem die stabile Nachfrage nach Programmen der Produktfamilie „Brandenburg-Kredit“, welche die ILB dem Mittelstand, der Agrarwirtschaft, den Kommunen und der Wohnungswirtschaft zinsvergünstigt zur Verfügung stellt.

Für die Zinsvergünstigungen hat die ILB im Jahr 2006 einen eigenen Förderfonds eingerichtet, über den sie auch bei rückläufigen Mitteln der Europäischen Union und der öffentlichen Haushalte Unterstützung für Investitionen in Brandenburg anbieten kann. Diese Unterstützung wird stark nach­gefragt: Seit Einführung der Marke „Brandenburg-Kredit“ hat die ILB insgesamt 2,61 Milliarden Euro für rund 4.800 Brandenburg-Kredite zugesagt.

Im Jahr 2016 wurde mit dem „Brandenburg-Kredit Innovativ“ die Angebotspalette der Produktfamilie erweitert. Ergänzend zu der Zinsvergünstigung bietet die ILB Haftungsentlastungen für Hausbanken zur Ver­besserung der Finanzierungsbasis für Unternehmen und deren Hausbanken an.

Aufgrund des Erfolgs der ILB-Produkte hat die Bank den Förderfonds aus dem Ergebnis des Jahres 2016 mit weiteren Mitteln in Höhe von 5,0 Millionen Euro dotiert. Damit konnte die Bank dem Fonds bisher insgesamt 85,0 Millionen Euro zuführen.

„Die ILB sagte Mittel für mehr als 5.000 Projekte zu und steigerte das Fördervolumen auf 1,99 Milliarden Euro – den höchsten Wert der letzten 20 Jahre.“

Tillmann Stenger
Vorsitzender des Vorstandes der ILB