Die ILB fördert Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Sozialpartnerschaften. Auftraggeber sind das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Im Förderfeld Arbeit bietet die Bank keine eigenen Produkte an.

Leitend für die inhaltliche Ausrichtung des Förderfeldes Arbeit sind die Prioritätenachsen, d. h. die thematischen Schwerpunkte, des Operationellen Programmes (OP) des Landes Brandenburg für den ESF in der Förderperiode 2014–2020. Dazu zählen die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, die Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung, die Investitionen in Bildung, Ausbildung, Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen sowie die Förderung sozialer Innovationen.

Der Arbeitsmarkt in Brandenburg entwickelte sich in den vergangenen Jahren sehr erfreulich. Die Arbeitslosenquote konnte reduziert und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgebaut werden. Gleichzeitig zeigten sich jedoch deutliche Anzeichen eines Fachkräftemangels. Vor diesem Hintergrund stehen im Mittelpunkt der Förderung der ILB die weitere Stärkung des regionalen Arbeitsmarktes sowie die gezielte Qualifizierung der Arbeitnehmer.

Ergebnisse der Förderung im Jahr 2016

Im Förderfeld Arbeit sagte die ILB insgesamt 30,7 Millionen Euro zu. Die Anzahl der geförderten Maßnahmen erhöhte sich dabei um 45 Prozent auf 1.899. Durch die Förderung werden Arbeitsmarktprojekte in Höhe von 39,5 Millionen Euro ermöglicht.

Zur Förderung von Bildung, Berufsorientierung und -einstieg bewilligte die Bank 17,1 Millionen Euro für 560 Projekte. Maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen hat die Richtlinie „ESF Berufspädagogische Maßnahmen“ der Jugendhilfe mit einem Fördervolumen in Höhe von 3,4 Millionen Euro.

Die meisten Einzelzusagen erfolgten über die Programme „Ausbildung im Verbundsystem – Allgemeine Verbundausbildung (PAV)“ und „Brandenburger Innovationsfachkräfte“. Allein die 5,1 Millionen Euro Fördermittel aus diesen beiden Programmen schaffen die Voraussetzung für die Realisierung von 511 Projekten in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro.

Die mit Abstand stärkste Nachfrage verzeichnete die „Weiterbildungsrichtlinie“ im Rahmen der Förderung des lebenslangen Lernens. Hier erhielten insgesamt 1.332 Brandenburger Beschäftigte, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Zusagen für Fördermittel in Höhe von insgesamt 6,7 Millionen Euro für Projekte zur beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung.

Für den Brandenburger Arbeitsmarkt bedeuten die Anstrengungen bei der Integration der Flüchtlinge besondere Herausforderungen, aber auch Chancen. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für den Einsatz in den Unternehmen zählen Deutschkenntnisse. Die Richtlinie „Förderung von Deutschkursen für Flüchtlinge“ im Rahmen der Förderung der Teilhabe und sozialen Integration setzt an dieser Stelle an und unterstützt das Angebot von Integrations- und Sprachkursen in Brandenburg. Die ILB sagte hierfür 4,0 Millionen Euro zu. Insgesamt bewilligte die ILB in dieser Programmgruppe Fördermittel in Höhe von 4,1 Millionen Euro.

Zur Förderung von Sozialpartnerschaften startete im August 2016 die „Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie“. Hier sagte die ILB bis zum Jahresende 2,7 Millionen Euro zu, mit denen 6 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Millionen Euro ermöglicht werden. Im November 2016 startete die Richtlinie „Netzwerk Türöffner: Zukunft mit Beruf“. Hier konnte die ILB bis zum Ende des Jahres bereits Anträge für ein Fördervolumen in Höhe von insgesamt 5,4 Millionen Euro verzeichnen.